Zum Stück
Luise, Tochter des Stadtmusikus Miller, und
Ferdinand, Major und Sohn des Präsidenten von Walter, lieben sich. Während
Luises Mutter eine Heirat mit dem Adligen nur zu gerne sähe, lehnt der
alte Miller diese unstandesgemäße Verbindung ebenso ab wie Ferdinands
Vater.
Präsident von Walter hegt andere Pläne für seinen Sohn: Um den Herzog
enger an sich zu binden, will er Ferdinand mit der Maitresse des Herzogs,
Lady Milford, verheiraten. So versucht er gezielt, durch Indiskretionen
Tatsachen zu schaffen, bevor Ferdinand seine Absichten ruinieren kann.
Doch Ferdinand verweigert sich den ehrgeizigen Plänen seines Vaters. Er
sucht Lady Milford auf, um die Situation zu klären. Diese zeigt sich
verständnisvoll, hat aber ihre eigenen Interessen, sich zwischen die Liebe
von Ferdinand und Luise zu stellen ...
Die Zeiten und die Gesellschaftsformen haben sich geändert, nicht aber die
Menschen: Schiller lässt hier zeitlos und spannend das absolute Gefühl der
Liebe auf die Käuflichkeit der Menschen prallen.