Zum Stück
Aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit zum jüdischen
Glauben, muss Anne Frank, 1929 in Frankfurt am Main geboren, mit ihrer
Familie 1933 vor dem Terror der Nationalsozialisten aus Deutschland
fliehen. Nach einem kurzen Aufenthalt in Aachen bei ihrer Großmutter,
geht es weiter nach Amsterdam. Dort hat ihr Vater Otto Frank das Angebot
erhalten, eine Firma aufzubauen, und dort wächst Anne mit ihrer Schwester
Margot auf.
Mit dem Einmarsch der Nationalsozialisten in die
Niederlande am 10. Mai 1940 verschlechtern sich die Lebensumstände der
Familie Frank dramatisch, und als zwei Jahre später Margot die
Deportation in ein Arbeitslager droht, sieht Annes Vater keine andere Überlebenschance
für seine Familie, als unterzutauchen ...
Ihre Erlebnisse und Gefühle hat Anne Frank in
einem Tagebuch festgehalten, das sie im Versteck führte. Diese
Aufzeichnungen, veröffentlicht von ihrem Vater nach dem Krieg, sind ein
beeindruckendes Zeugnis einer Heranwachsenden, schwankend zwischen
Selbstbewusstsein und Verzweiflung, Todesangst und Lebenswillen,
Emanzipation von den Eltern und der ersten Liebe. Das Tagebuch der Anne
Frank gilt heute als einzigartiges menschliches Dokument aus der Zeit des
Holocausts.