Sofies Welt |
Sofies Welt in DürenAachener
Nachrichten, 4. September 2008 |
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Sofies Welt in DürenAachener Nachrichten, 4. September 2008 |
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Im Roman bekommt ein junges Mädchen namens Sofie Amundsen Briefe mit philosophischen Fragen von einem Alberto Knox. Dieser erklärt ihr nach und nach die Geschichte der Philosophie und den Gedankengang diverser Philosophen. Plötzlich erhält sie Briefe, die von einem Albert Knag an seine Tochter Hilde gerichtet sind. Es stellt sich heraus, dass Sofie, Alberto und ihr ganzes Umfeld bloß ausgedachte Figuren des Albert Knag sind, die durch ihre Handlung dazu dienen, seiner Tochter Hilde die Philosophie verständlicher zu machen. Albert und Hilde wiederum sind allerdings auch wieder bloß Figuren, die aus der Fantasie des Autors Jostein Gaarder entstanden sind. Eine gegen Ende komplizierte Handlung mit ebenso komplexen philosophischen Ideen berühmter Denker wird vom Team des Grenzlandtheaters Aachen simpel und doch effektvoll präsentiert. Die Bühnengestaltung bestand aus einer Drehscheibe, die wahlweise das Zimmer Sofies oder eben die Umgebung darstellte, in der Alberto Knox Sofie die Philosophie veranschaulicht. Dadurch gelang ein unkomplizierter und häufiger Szenenwechsel, der das Stück sehr lebendig machte. Fragen, die Alberto auf einen Tonträger für Sofie aufnimmt und an sie schickt, werden zeitgleich auf die Wand projiziert. Eine philosophische Idee wie das Ideenreich Platons wird auf der Bühne mittels einer Schattenwand symbolisiert. Ebenso wie die Bühnengestaltung ist die Wahl der Schauspieler sehr gelungen. Besonders gekonnt wird die neugierige, aber auch scharfsinnige Rolle der Sofie von Katja Kuhlmann umgesetzt, ebenso wie Ernst Wilhelm Lenik in der Rolle des geduldigen, offenen Philosophen Alberto Knox brilliert. Zu Empfehlen ist das Stück sowohl für Kinder mit Spaß am Nachdenken als auch für Erwachsene.
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