Hautnah


 

Besetzung

Hautnah
von Patrick Marber

Regie: Ingrid Gündisch
Bühne und Kostüme: Elisabeth Hertzfeld
Es spielen: Eva Geiler, Katrin Heller, Ulrich Hoppe, Götz Schulte.

Termine

Premiere: 22. Juni 2002 (20 Uhr)
Weitere Vorstellungen: 23., 28. und 29. Juni 2002 (jeweils 20 Uhr) sowie im Oktober, November, Dezember 2002.

Ort

bat Studiotheater der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch

Belforter Straße 15, 10405 Berlin

Kartenreservierung
Tel. 030 / 44 01 89 12
Fax 030 / 44 01 89 26

Zum Stück

Der Originaltitel des Stücks ist „Closer“. Die Uraufführung war am 29. Mai 1997 am Royal National Theatre in London. Im Februar 1998 war die Deutschsprachige Erstaufführung an den Münchner Kammerspielen. „Hautnah“ ist eine Komödie, der es an Tragik allerdings nicht fehlt.

Es geht in dem Stück vordergründig um Sex, aber vor allem geht es um das, was der englische Titel nahe legt: Um Nähe und Fremde. Wie viel Nähe lässt man in einer Beziehung zu? Und wie viel Fremde, wie viel Distanz? Eine gelungene Beziehung wahrt ein gutes Verhältnis zwischen Nähe und Distanz. Zuviel Nähe führt dazu, dass man alles vom Partner kennt, alles weiß, und dass die Beziehung langweilig werden kann. Zu viel Distanz führt zu Unverbindlichkeit und letztendlich zu Austauschbarkeit.

Sex, Lügen, Liebe, Internet sind die Bestandteile dieses Beziehungskarussells. Junge und nicht mehr so junge Menschen von heute. Fast alles ist erlaubt. Weder der Glaube, noch die Moral geben Normen vor, es fehlen die allgemein verbindlichen Richtlinien. Vier Singles ohne existentielle Sorgen. Der Mensch ist der Freiheit ausgeliefert, muss ständig neue Entscheidungen treffen und die Konsequenzen dafür tragen. Im Krieg und in der Liebe sei alles erlaubt, heißt es. Für den Krieg gibt es die Genfer Konventionen, für die Liebe jedoch gibt es nur eigene Maßstäbe.

Patrick Marber, der viele Jahre lang als Stand–up–comedian durch die Lande tingelte, sagte in einem Interview für „Die Welt“ am 7. März 2001: „Gelächter muss unbedingt in meinen Stücken sein, ohne dass sie in Optimismus baden. Ich denke, Lachen ist auch eine bestimmte Art, das Leben zu feiern. Es gibt zwar depressive Phasen, aber am Ende glaube ich, dass zu leben besser ist, als zu sterben. Humor ist dabei ungeheuer wichtig. Er macht das Leben lebenswert, wie die Liebe.“

Ingrid Gündisch.

Ingrid Gündisch.

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